Alt-Text Beitragsbild: Buchtipps gegen Depression und Burnout
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Buchtipps gegen Depression und Burnout gibt es viele. Hier stelle ich dir die sieben Bücher vor, die mir persönlich geholfen haben. Ich war damals erschöpft, wusste nicht mehr weiter und habe mich selbst nicht mehr verstanden.
Therapie und Medikamente allein haben mir damals nicht gereicht. Diese Bücher haben mir zusätzlich geholfen. Sie haben mir erklärt, was mit mir los ist, und mir gezeigt, wie ich liebevoller mit mir umgehen kann. Eine Behandlung ersetzen sie nicht, aber sie können dich auf deinem Weg begleiten.
Wenn es dir gerade sehr schlecht geht: Hol dir bitte Hilfe, zum Beispiel bei deiner Hausärztin oder bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).
1. Wer bin ich ohne dich? – Ursula Nuber
Ursula Nuber: Wer bin ich ohne dich? Auf dieses Buch bin ich durch Zufall gestoßen, und ich habe es zweimal gelesen. Das mache ich sehr selten. Es war das erste Buch, das mir erklärt hat, was Depression ist und warum gerade Frauen so oft depressiv werden.
Ursula Nuber erkennt als Erstes die Überforderung von uns Frauen an. Das hat mir unglaublich gutgetan. Ich war jahrzehntelang alleinerziehend und habe oft gedacht, ich mache etwas falsch, weil ich so erschöpft war. Ich habe mein Kind geliebt und war gerne Mutter. Aber ich musste alles allein schaffen. Der Vater hat keine Verantwortung übernommen, und von der Gesellschaft kam auch keine Unterstützung.
Genau darum geht es in diesem Buch: Frauen rutschen so oft in die Erschöpfung, weil sie für all ihre Aufgaben viel zu wenig Unterstützung bekommen. Manchmal ist keine da, manchmal fordern wir sie auch nicht ein.
Mir gefällt auch, dass Ursula Nuber der Idee widerspricht, wir müssten immer stark, unabhängig und unverletzlich sein. Verletzlich und bedürftig zu sein, ist zutiefst menschlich. Krank macht uns erst eine Gesellschaft, die Schwäche ablehnt.
Mein Fazit: Ein äußerst wertvolles Buch, gerade für Frauen.
2. Von der Freude, den Selbstwert zu stärken – Friederike Potreck-Rose und Gitta Jacob
Dieses Buch „Von der Freude, den Selbstwert zu stärken“ von Friederike Potreck-Rose und Gitta Jacob ist eher praktisch. Ein Psychotherapeut hat es mir auf einer Mutter-Kind-Kur empfohlen.
Die Idee dahinter: In uns gibt es verschiedene Anteile. Der innere Antreiber will viel erreichen und ist streng mit uns. Wenn wir uns damit überfordern, kommt der Faulpelz und bremst uns aus, etwa durch Müdigkeit, Verschlafen oder Krankheit. Eigentlich will er nur gut für uns sorgen.
Deshalb brauchen wir eine dritte, wohlwollende Kraft. Sie vermittelt zwischen beiden und bringt uns wieder in Balance.
Ein Beispiel aus dem Buch, in dem ich mich wiedergefunden habe: Eine Studentin stellt sich jeden Morgen den Wecker auf 6 Uhr, schläft aber immer wieder ein und wacht erst um 9 Uhr mit schlechtem Gewissen auf. Mit der wohlwollenden Kraft entscheidet sie sich für 7 Uhr. Sie schafft weniger, als sie sich vorgenommen hat, aber viel mehr als vorher.
Warum rennst du der Arbeit hinterher? Woher weißt du, dass sie vor dir ist? (Orientalische Weisheit)
Mein Fazit: Sehr praktisch, mit vielen Beispielen und einfach geschrieben.
3. Kopf hoch – das kleine Überlebensbuch – Claudia Croos-Müller
Dieses kleine Buch „Kopf hoch“ von Claudia Croos-Müller hat mir eine Psychotherapeutin empfohlen. Die Idee dahinter heißt Embodiment: Über den Körper können wir die Seele beeinflussen. Wer den ganzen Tag den Kopf hängen lässt, fühlt sich auch niedergeschlagen. Wer den Blick in die Weite richtet, bekommt Weitblick.
Im Buch findest du zehn einfache Übungen, die der Seele guttun. Viele kannst du ganz unauffällig machen, zum Beispiel an der Supermarktkasse. Zu jeder Übung gibt es lustige Zeichnungen von Oscar, dem Gute-Laune-Schaf. Allein das Blättern tut schon gut.
Mein Tipp: Nimm dir nicht alle Übungen auf einmal vor. Such dir eine aus und mach sie eine Woche oder einen Monat lang.
Mein Fazit: Ein kleines Buch mit großer Wirkung.
4. Der achtsame Weg zum Selbstmitgefühl – Christopher Germer
Burnout und Depression haben viel damit zu tun, dass wir nicht auf unsere Kräfte achten. Das Buch „Der achtsame Weg zur Selbstmitgefühl“ von Christoph Germer ist ein wunderbarer Begleiter durch diese schwierige Zeit. Selbst wenn wir unsere Lebenssituation gerade nicht ändern können, können wir ändern, wie wir mit uns umgehen.
Ich habe dieses Buch in einer Zeit gelesen, in der es mir sehr schlecht ging, und es war Balsam für meine Seele. Es ist etwas dicker und braucht Zeit. Wer sich auf Achtsamkeit und Selbstliebe einlassen will, findet darin eine echte Fundgrube.
Christopher Germer erklärt, wie wichtig es ist, auf unsere Gefühle und Bedürfnisse zu achten. Das kenne ich aus der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Eine Übersicht findest du in meinem Artikel über Gefühle und Bedürfnisse. Für mich ist klar: Selbstempathie ist nichts anderes als Selbstliebe.
Mein Fazit: Meine Bibel der Selbstliebe.
5. Der Klügere denkt nach – Martin Wehrle
In diesem Buch geht es nicht um Depression, sondern um Introversion. Es steht trotzdem auf meiner Liste, weil es mir geholfen hat, mich von falschen Erwartungen zu befreien und zu meinem Temperament zu stehen, das Buch von Martin Wehrle „Der Klügere denkt nach“.
Wir leben in einer Welt, in der Lautsein als normal gilt. Stille Menschen versuchen oft mitzuhalten und überfordern sich dabei. Und Überforderung ist ein Nährboden für Erschöpfung und Depression.
Martin Wehrle zeigt, wie Introvertierte mit ihren eigenen Stärken ihren Weg gehen können, ohne sich zu verbiegen. Mehr dazu findest du in meiner Rezension: Introvertiert – so nutzt du deine Stärken.
Mein Fazit: Ein kluges Buch von einem klugen Mann.
6. Selbstresonanz – Sarah Peyton
Auch dieses Buch handelt von Selbstmitgefühl und Selbstempathie: „Selbstresonanz. Im Einklang mit sich und seinem Leben Erkenntnisse aus Neurobiologie, GFK und Traumaforschung“ Mit kostenlosen Meditationen zum Download – auch ohne das Buch zu kaufen.
Selbstmitgefühl und und Selbstresonanz sind für mich ist das das Wichtigste, um wieder gesund zu werden.
Wenn wir Schlimmes erleben, verdrängen wir oft unsere Gefühle. Den Umgang mit Trauer, Wut und Angst lernen wir weder zu Hause noch in der Schule. Als Erwachsene werden wir dann entweder von unseren Gefühlen überwältigt oder schieben sie weg.
Sarah Peyton zeigt, wie wir einen liebevollen inneren Begleiter in uns aufbauen können. Ich nenne ihn gern „mein empathisches Ich“. Dieser Teil nimmt unsere Erfahrungen ernst, spürt Gefühle und Körperempfindungen und fragt wohlwollend nach unseren Bedürfnissen. So kannst du dir selbst Empathie geben, auch wenn gerade niemand anderes für dich da ist.
Mit diesem Buch arbeite ich sehr viel, auch in meiner Methode Emotionale Wunden heilen mit Tiefer Empathie. Meine ausführliche Rezension findest du hier: Selbstresonanz – wie uns Selbstempathie heilen kann. Das Buch bekommst du direkt beim Junfermann Verlag.
(Partnerlink: Ich bekomme eine kleine Provision – für Dich ändert sich am Preis nichts).
Hier geht es zu einer ausführlichen Buchbesprechung von „Selbstresonanz“ von Sarah Peyton.
Mein Fazit: Theorie und Meditationen für mehr Selbstliebe.
7. Der achtsame Weg durch die Depression – Mark Williams u.a.
Dieses Buch „Der achtsame Weg durch die Depression“ von Mark Williams, John Teasdale, Zindel Segal und Jon Kabat-Zinn klingt fast wie Buch Nummer 4. Ich dachte erst, das brauche ich nicht mehr. Aber es hat mich wieder begeistert.
Die Autoren beschreiben Depression nicht klinisch, sondern achtsam und wertschätzend. Ich habe mich in vielen Punkten wiedergefunden. Sie sagen ganz klar: Depression betrifft auch den Körper. Die Erschöpfung und Schwere sind echt. Das schafft Verständnis dafür, warum depressive Menschen nicht so viel schaffen wie andere, für die anderen und manchmal auch für uns selbst.
Eine zentrale Übung ist der Body Scan. Dabei wanderst du mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper und nimmst einfach wahr, was du spürst, ohne zu bewerten. Die Autoren empfehlen, die Übung morgens nach dem Aufwachen zu machen. Wichtig ist, regelmäßig zu üben, denn die Wirkung kommt erst mit der Zeit.
Mein Fazit: Fundiert, praktisch und wohltuend achtsam.
Wenn die Depression ihre Wurzeln in der Kindheit hat
Heute weiß ich: Meine Erschöpfung hatte nicht nur mit meiner Überforderung als Mutter zu tun, sondern auch mit alten Wunden aus meiner Kindheit. Bei vielen Menschen ist das so. Wer zum Beispiel ohne Vater aufgewachsen ist, trägt oft ein höheres Risiko für Ängste und Depressionen. Mehr dazu liest du in meinem Artikel Vaterlos aufgewachsen: Die übersehene Ursache für Ängste und Depressionen.
Bücher können ein Anfang sein. Wenn du tiefer gehen und deine emotionalen Wunden heilen willst, begleite ich dich gern im Coaching mit Tiefer Empathie (Tiefe-Empathie-Methode TEM©), auch am Telefon.
Mein Coaching für Dich
Glaubst du, dass du auch ein Kindheitstrauma hast? Möchtest du die emotionalen Verletzungen deiner Kindheit heilen? Vermutest du, dass eines die Kindheitstraumata bei dir vorliegt? Möchtest du die emotionalen Verletzungen deiner Kindheit heilen?
Auch ich habe viele emotionalen Wunden aus der Kindheit davon getragen. Mir selbst hat Tiefe Empathie geholfen, und auf dieser Basis habe ich meine eigene Methode entwickelt: Coaching mit Tiefer Empathie (Tiefe-Empathie-Methode, TEM©).
Sie hilft dir, für das unvollständig abgespeicherte Erlebnis in der Vorstellung ein gutes Ende zu finden. So wird Traumaintegration möglich: Du lebst freier, kannst dich besser entfalten und hast Zugang zu deinen Ressourcen. Möchtest du es ausprobieren?
In einem Schnuppercoaching am Telefon nehme ich mir 90 Minuten Zeit für das, was dich gerade am meisten belastet. Du erlebst, wie die Methode TEM© wirkt, und entscheidest danach in Ruhe, ob du mit mir weiterarbeiten möchtest.
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